Das Raphaelshaus: ein schönes Fleckchen Erde am Rande von Dormagen

Das Raphaelshaus gleicht einem kleinen Dorf mit ungefähr 25 Gebäuden. Auf diesem Gelände, das im Kernbereich etwa 6 ha umfasst, gibt es ein großes Hauptgebäude, in dem sich heute Verwaltung, Konferenzräume, Festsaal, einige Gruppen usw. befinden. Auch unsere Kapelle gehört dazu.
Die Kinder und Jugendlichen wohnen, betreut von pädagogischen Fachkräften, in den Häusern, die auf dem Areal verteilt sind oder in „Außenwohngruppen“ in Dormagen, Köln und Neuss. Hinzu kommen die Tagesgruppenkinder und -jugendlichen, die tagsüber betreut werden.
Zwei Gebäudekomplexe sind der Schule vorbehalten: Grund- und Hauptschule als staatlich genehmigte private Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung.

Ein Kunstrasenplatz, eine Reitanlage, ein großer Park mit altem Baumbestand und einem kleinen Friedhof, ein Kleinkinderspielplatz und ein Hochseilklettergarten gehören ebenfalls noch zur Anlage. Eine Obstanlage mit ca. 600 Obstbäumen und Weideland für unsere „vierbeinigen Therapeuten“ betonen den ländlichen Charakter des Geländes.
Nicht zuletzt sollen auch noch das moderne Blockheizkraftwerk und die Photovoltaikanlagen zur ökologischen Energie- und Wärmeerzeugung erwähnt werden.
Familien aus der Nachbarschaft nutzen unsere Anlage als Naherholungsgebiet, der Spielplatz steht allen offen und wird rege genutzt.

Maria im Tann:

In unserem Kinder- und Jugendheim finden insgesamt 87 weibliche und männliche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene deutscher und ausländischer Abstammung, unabhängig von Religionszugehörigkeit oder ethnischer Herkunft, eine stationäre Aufnahme. Es handelt sich dabei um Kinder und Jugendliche deren Eltern mit der Versorgung und Erziehung überfordert sind und die deshalb für eine bestimmte Zeit einen neuen, pädagogisch gestalteten und professionell strukturierten Lebensraum brauchen die sich selbst nicht mehr in der Lage sehen, in ihrer Herkunftsfamilie zu leben, von sucht- oder psychisch kranken Eltern
mit Gewalterfahrung nach körperlicher und/oder seelischer Misshandlung,
nach sexuellem Missbrauch,
nach Psychiatrie–Aufenthalt
mit schwacher Sozialkompetenz
ohne Wert- und Normenvorstellung
mit hohem Aggressionspotential
mit depressiver Grundstimmung
mit Verhaltensauffälligkeiten
mit Normalbegabung oder mit Lernbehinderung,
mit körperlicher oder seelischer Behinderung, auch Hyperaktivität
mit Entwicklungsverzögerungen oder –störungen,
mit psychosomatischen Krankheitsbildern,
mit Erfahrungen als Streuner, Schulverweigerer etc.,
die zu ihrem eigenen Schutz und/oder dem Schutz von Anderen in Obhut genommen werden müssen, auch Kinder und Jugendliche im Zeugenschutzprogramm
zur Vorbereitung auf Adoptions- oder Pflegevermittlung
mit vergleichbaren Diagnosen, für die stützende und ergänzende Hilfen im Herkunftsmilieu nicht sicherzustellen oder ausreichend sind
die für ihre weitere Entwicklung zunächst eine ausführliche psychosoziale Diagnostik brauchen
oder die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu uns kommen